Schröpfen

Beim Schröpfen wird mit Hilfe von so genannten "Schröpfköpfen" oder "Schröpfgläsern" an bestimmten Körperarealen ein Unterdruck erzeugt.


Was bewirkt das?

Jedem Organ ist auf dem Rücken ein Haut-Unterhautbezirk zugeordnet. Diese Zuordnung ergibt sich aus der Ontogenese, der gemeinsamen Abstammung von Organen und Rückenmarkszonen aus der Neuralleiste. Vereinfacht spricht man von Organ-Reflexzonen. Oftmals ertastet man in den Reflexzonen Veränderungen, wenn das zugehörige Organ in seiner Funktion gestört oder verändert ist. Über das Schröpfen der Reflexzonen haben wir die Möglichkeit eine Reorganisation im Inneren des Körpers zu erreichen. Also eine Behandlung innerer Organe über die Haut.

Durch den Unterdruck kommt es zu einem gezielten Einstrom von Blutkörperchen und Lymphe im entsprechenden Gebiet, ohne dass dabei Gefäße verletzt werden (trockene Diapedese). Blutkörperchen und Lymphe müssen vom "Bindegewebsreißwolf" aber wieder entfernt werden. Das geht nur über eine entsprechend gesteigerte Durchblutung. Dieses stellt eine umfassende Aktivierung aller Lebensvorgänge da.
Muskuläre Verhärtungen (Gelosen) werden so gemildert, der Stoffwechsel angekurbelt und über die Reflexzonen werden auch innere Organe erreicht.


Zur Geschichte:
Das erste, historisch gut belegbare Zeugnis ärztlicher Schröpftätigkeit, findet man auf Arztsiegeln, die ca. 3300 v. Chr. in Mesopotamien angefertigt worden sind.
Ähnliche wurden später auch in Griechenland gebraucht. Dort galt der Schröpfkopf als Emblem des Arztes. Dies zeigt wie bedeutend diese Therapieform gewesen ist.
Schon Hippokrates (400 v. Chr.) gab genaue Anweisungen zum Gebrauch der Methode.

"Eine Wissenschaft, die nicht so einfach ist, daß man sie auf der Straße jedem erklären könnte, ist nicht wahr."
Max Planck, deutscher Physiker (1858-1947)